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Member Reviews

Ich mag Liebesromane eingebettet in eine spannende Geschichte. Die Idee, den Verfasser der alten Liebesbriefe zu suchen und das mit einem brisanten Thema zu verbinden, gefällt mir. Die Zerstörung alter Kulturgüter durch Profitgier ist ein aktuelles Thema, nicht nur in Frankreich. Im vorliegenden Fall ist es eine archäologische Ausgrabungsstätte. Margot S. Baumann weist in einer Anmerkung darauf hin, dass tatsächlich beim Bau der Straße von Lisieux nach Caen, römische Ruinen gefunden wurden.

Margot S. Baumann verbindet geschickt diese Ausgrabungen mit einer alten Legende von der Columbine (Taube) und zieht Parallelen zu den heutigen Protagonisten. Im Vordergrund steht die Liebesgeschichte, man ahnt es schon nach dem Klappentext, zwischen Florence und Alexandre.

Bei der Umsetzung der Story, hätte ich mir in einigen Situationen mehr Glaubwürdigkeit gewünscht. Da ich der Handlung nicht vorgreifen möchte, sei nur so viel gesagt: Einige Vorkommnisse werden für meinen Geschmack zu übertrieben und unglaubwürdig dargestellt. Gestört hat mich das abrupte Ende, das passt nicht zum Erzählstil des Buches. Die noch offenen Fragen werden im Epilog beantwortet.

Florence hat mich nicht ganz überzeugt, sie agiert manchmal wie ein Teenager. Alex dagegen finde ich ganz sympathisch. Er schaut nicht nur zu, sondern kämpft für seine Überzeugungen. Seltsam finde ich die Geschichte mit seiner Schwester Tanja. Dieses Verhältnis würde eher zu einer Freundin oder Exfrau passen, als zu einer Schwester. Der Bauunternehmer Gregor, der Erzfeind von Alex, ist ein Ekelpaket, wird aber sehr überzeugend, wenn auch einseitig, dargestellt.

Von den Nebenfiguren finde ich am besten Alina, die quirlige „Esoteriktante“ und die Zimmerwirtin Delphine Picot. Beide kommen sehr authentisch rüber.

Gut gefallen haben mir die Beschreibungen der Sehenswürdigkeiten und der wunderbaren Landschaft der Normandie, ich konnte mir das bildlich vorstellen.

Die Geschichte hat mir insgesamt gut gefallen und hat sich gut lesen lassen. Das Buch ist in einem lockeren Schreibstil geschrieben. Erzählt wird aus verschiedenen Perspektiven, mit Rückblenden in die Vergangenheit. Es ist trotz mancher Unglaubwürdigkeiten eine schöne Liebesgeschichte mit einer spannenden Rahmenhandlung.

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m LIcht der Normandie von Margot S. Baumann ist ein Buch mit einem wunderschönen einladenen Cover und einem treffenden Titel.

Der Schreibstil ist angenehm zu lesen , gut verständlich und im richtigen Moment ausführlich.

Die Protagonisten Florence Galabert und Alexandre Dubois sind sympathisch manchmal aber auch ein bisschen nervig.
Mit ihren ständigen Auf und Abs und das Misstrauen stehen sie sich selbst im Weg und gern hätte ich sie mal durchgeschüttelt.
Aber es gibt auch noch andere Charaktere die sehr farbig beschrieben sind.
Mein Lieblingscharakter ist dabei Delphine Picot.
Margot versteht es gut die Orte und begebenheiten zu beschreiben und man bekommt sofort Lust in die Normandie zu reisen , sich in Madame Picots Pension ein Zimmer zu nehmen und sich die umliegenden Sehenswürdigkeiten anzusehen.

Die relativ kurzen Kapitel halten für mich die Spannung und bauen die geheimnisvolle Stimmung gut auf.
Auch die verschiedenen Rückblicke in der Zeit fügen sich gut in die Handlung ein und sind gut nachzuvollziehen.
Der Schluss mich zufrieden zurück.

Margot hat hier ein interessantes, spannendes Thema mit einer bittersüssen Romanze, vor historischen und wunderschönen Hintergrund der Normandie kombiniert und dabei ist ein Wohlfühlbuch mit Unterhaltungswert rausgekommen.

Dafür vergebe ich 4 Sterne und frage mich wohin wir nächstes Mal entführt werden.

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